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Geschichte der Ballonfahrt


Die Ballonfahrt hat eine Tradition, die mittlerweile auf über 200 Jahre zurückblicken kann, genau auf das Jahr 1783. Im Jahre 1783 saßen die Gebrüder Mongolfier im Wirtshaus bei einer Brotzeit und Bier zusammen. Jedes Mal, als die Wirtin Nachschub brachte, mußte sie am Kamin vorbei. Dabei erhob sich jedes Mal ihr Reifrock. Durch dieses Ereignis angeregt, aus rein wissenschaftlichen Gründen versteht sich, wollten die Gebrüder die Hintergründe erforschen und bauten das Gebilde des Reifrockes nach, um es dann mit warmer Luft zu füllen. Da das Gebilde sehr instabil war und immer umkippte, wurde unten immer weiter zusammen gezogen, damit die warme Luft im Gebilde verbleiben konnte, solange bis die heutige Form eines Ballons entstand. Um einen Nutzen daraus ziehen zu können, wurde es größer und stabiler gebaut, bis schließlich Lasten transportiert werden konnten.
Es wurden Tiere ausgewählt. Ein Hahn, eine Ente und ein Hammel waren die ersten Passagiere in einem Ballonkorb. Der Geschichte nach, brach sich beim Landen die Ente den Flügel, allerdings nicht durch die unsanfte Landung, sondern durch einen Tritt vom Hammel. Seit dem werden keine Hammel mehr im Ballon mitgenommen.
Von diesem ersten Versuch angetan, sollten dann auch Menschen in den Himmel aufsteigen können. Da man aber immer noch nicht wusste, ob es ein Erfolg werden könnte, sollten zum Tode verurteilte Strafgefangene in den Korb steigen. Da sich allerdings keine Freiwilligen fanden und es nicht sein konnte, daß bei einem Erfolg Gauner und Ganoven zu Ruhm und Ehren kommen, waren es der Marquis d` Arlandes und Pilatre de Roziers, die am 21. November 1783 nahe Paris mit einem Ballon gestartet sind, die ersten Menschen im Korb. Sie sind nach einer kurzen Ballonfahrt wohlbehalten gelandet und haben damit den ersten Schritt für die heutige Luftfahrt gesetzt. König Ludwig XVI war von diesem Spektakel so dermaßen begeistert, dass er die beiden Herren in den Adelsstand erhob und ein Edikt erließ, nach dem es fortan nur Adligen erlaubt sei im Ballon zu reisen. König Ludwig XVI konnte aufgrund seiner Enthauptung 1792 das Edikt nicht wieder aufheben. Es besteht bis heute. Daher werden die Gäste nach jeder Erstfahrt in den Adelsstand erhoben, um zu geloben, fortan nach den Regeln der Ballonfahrt durchs Leben zu schreiten.

Am 1. Dezember 1783 hob in Paris der erste Gasballon, von Prof. Charles gebaut, eine gummierte Hülle mit Wasserstoff gefüllt, ab. Da die damaligen Heißluftballone aus Papier waren und man kein geeignetes Material zum Heizen hatte, gerieten sie bald in Vergessenheit.
Die neue Ära der Heißluftballonfahrt begann in den 50er Jahren. Durch moderne Materialien, Propangas zum Heizen und einfachere Bedienung gegenüber dem Gasballon, setzte sich immer mehr der Heißluftballon durch. Heute verwendet man den Heißluftballon, um fast geräuschlos über das Land zu schweben, natürlich auch für Werbung und für diverse Bewerbe.



Glück ab – gut Land
© 2021 Karin Wamser